Was wir tun

Die Probleme, die Alkohol in Familien auslösen kann, sind vielfältig. Deshalb gibt es bei uns verschiedene Angebote.

Beratung
Hilfen zur Erziehung
Fachberatung
Fortbildung
Kindergruppe „Trampolin“
„Auszeit“ – Kinderwochenenden

Allgemeine Beratung

Wir beraten zu allen Themen und Situationen, die mit Sucht in der Familie zusammenhängen. Die Beratung ist kostenlos und unverbindlich. Das heißt, sie kann jederzeit ohne Begründung abgebrochen und später auch wieder aufgenommen werden. Und natürlich unterliegt alles, was zwischen uns und unseren Klient:innen besprochen wird, einer strengen Schweigepflicht.

Wir bieten keine Suchtberatung, können aber an diese vermitteln.

Wir beraten Kinder und Jugendliche, Eltern, und Erwachsene Kinder aus suchtbelasteten Familien. Auch Angehörige und Freunde von Betroffenen bekommen Unterstützung.

SUCHt-&WENDEPUNKT Beratungsraum

Mögliche Themen und Fragen bei der Beratung von Kindern und Jugendlichen

  • Ich mache mir Sorgen um meine Eltern oder Geschwister.
  • Meine Eltern trennen sich.
  • Ich fühle mich oft traurig und/oder orientierungslos.
  • Ich möchte selbst Alkohol probieren, aber habe Angst, selbst abhängig zu werden.
  • Ich möchte keinen Alkohol trinken, aber in meinem Umfeld trinken alle.
  • Ich habe Gewalt gesehen oder selbst erfahren.Ich fühle mich einsam und habe Kontaktschwierigkeiten.
  • Mir wurde von Therapie, Gruppen, oder anderen Angeboten empfohlen, zu Euch zu kommen.
  • Wie erzähle ich meinen Freunden, was mit mir / meinen Eltern los ist?
  • Ich würde gern bei meinen Eltern ausziehen.

Das sind nur Beispiele. Du bestimmst, was Inhalt der Beratung ist. In akuten Situationen wende dich an die Polizei, den Kinder- und Jugendnotdienst (Tag und Nacht unter 040 428 15 32 00), oder die Nummer gegen Kummer (116 111).

Mögliche Themen und Fragen bei der Beratung von Eltern, Angehörigen und Freunden

  • Wie spreche ich mit meinen Kindern über meine Suchterkrankung oder die meine:r Partner:in?
  • Ich schäme mich und fühle mich schuldig.
  • Wie gehe ich mit meine:r Partner:in um, wenn er: sie getrunken hat?
  • Wie kann ich meine Kinder schützen?
  • Wie kann ich betroffene Kinder unterstützen, wenn ich nicht mit ihnen in einem Haushalt lebe?

Das sind nur Beispiele für mögliche Themen und Fragen. Sie bestimmen, was Inhalt der Beratung ist. In akuten Situationen wenden Sie sich an die Polizei, den Kinder- und Jugendnotdienst (040 428 15 32 00), das Elterntelefon der Nummer gegen Kummer (0800 111 0 550) oder an die Telefonseelsorge (0800 1110111).

Spendenbutton SUCHt-&WENDEPUNKT e.V.

Mögliche Themen und Fragen bei der Beratung von erwachsenen Kindern aus suchtbelasteten Familien

  • Ich bin Zuhause ausgezogen, aber fühle mich noch immer für meine Eltern verantwortlich.
  • Kann/muss/sollte ich meinen Kindern den Kontakt zu meinen trinkenden Eltern zumuten?
  • Ich würde gerne den Kontakt zu meinen Eltern abbrechen.
  • Ich bin immer für alle da. Aber wenn ich mal Hilfe brauche, habe ich niemanden.
  • Ich würde gerne mit meiner Vergangenheit abschließen, aber sie holt mich immer wieder ein.

Das sind nur Beispiele für mögliche Themen und Fragen. Sie bestimmen, was Inhalt der Beratung ist. In akuten Situationen wenden Sie sich an die Polizei, den Kinder- und Jugendnotdienst (040 428 15 32 00), das Elterntelefon der Nummer gegen Kummer (0800 111 0 550) oder an die Telefonseelsorge (0800 1110111).

„Wenn meine Mama betrunken einschläft, habe ich manchmal Angst, dass sie nicht wieder aufwacht.“

Dinah, 8 Jahre

Hilfen zur Erziehung

Mit der Sozialpädagogischen Familienhilfe (§ 31 SGB VIII) unterstützen wir Familien in Krisensituationen und bei Erziehungsproblemen – insbesondere dann, wenn ein Elternteil zu viel Alkohol trinkt. Die Gespräche finden bei Ihnen Zuhause oder in unseren Büroräumen statt. Gerne klären wir in einem Erstgespräch, ob diese Hilfeform für Ihre Familie passend sein könnte.

Wenn Eltern zu viel Alkohol trinken, fühlen ihre Kinder sich oft für sie verantwortlich und sind dadurch gehemmt, ihr eigenes Leben zunehmend selbständig zu gestalten. Mit der Erziehungsbeistandschaft (§ 30 SGB VIII) unterstützen wir Kinder und Jugendliche bei ihrer Entwicklung.

Diese Hilfen werden vom Jugendamt verfügt und sind für Sie kostenlos. Das zuständige Jugendamt finden Sie über den Behördenfinder der Stadt Hamburg.

SUCHt-&WENDEPUNKT Kinder und Erwachsenenhand ineinander - Hilfe für Kinder alkoholbelasteten Familien

„Mein Großer hat viel mitbekommen. Er erinnert mich heute noch daran, dass ich nicht trinken soll, wenn ich mal abends im Freundeskreis oder bei der Familie zusammensitze.“

Natascha, 34, abstinent lebende Alkoholikerin und Mutter

Fachberatung

Sie haben Kontakt zu einem Kind oder Jugendlichen, und wissen nicht mehr wie es weitergehen soll? Ein Kind berichtet von Angehörigen, die volltrunken zu Hause erscheinen oder gar nicht mehr nach Hause kommen, wenn sie getrunken haben? Sie haben eine Vermutung, dass bei Eltern eine Suchterkrankung vorliegen könnte, und wissen nicht, ob und wie Sie es ansprechen sollen?

Wir beraten Sie gerne allein oder gemeinsam mit dem betroffenen Kind/Jugendlichen und informieren über passende Angebote.

Sprechen Sie uns an!

Für interdisziplinäre, anonyme Fallberatungen empfehlen wir zudem die connect-Netzwerke in Horn/Billstedt, Steilshoop, Osdorf und Harburg.

Fortbildung

Wir bieten Fortbildungen an für Fachkolleg:innen, wie z.B. Lehrer:innen, Erzieher:innen, Sozialarbeiter:innen, Pädagog:innen, etc. Themen können u.a. sein:

  • Wie erkenne ich betroffene Kinder?
  • Was erleben die Kinder Zuhause?
  • Welche Materialien gibt es, um das Thema in Schule, Kita, OKJA einzubringen?
  • Wie gehe ich damit um, wenn ein Kind oder Jugendlicher sich mir anvertraut?
  • Spreche ich Eltern darauf an, wenn ich eine Alkoholfahne wahrnehme?

Es ist auch möglich, gemeinsam ein individuelles Konzept zu erarbeiten, wie Kindern von Suchtkranken in Ihrer Einrichtung begegnet werden kann. Gern können Sie zu uns kommen, wir besuchen Sie aber auch in Ihrer Einrichtung. Sprechen Sie uns an!

„Manchmal tut mein Vater mir auch leid, weil er so viel lügen muss, wegen dem Saufen.“

Tom, 12 Jahre

Kindergruppe „Trampolin“

„Trampolin“ ist eine Kindergruppe für Kinder aus suchtbelasteten Familien zwischen acht und zwölf Jahren. Wie bei einem Trampolin werden die Kinder aufgefangen und ermutigt, neue Sprünge zu wagen. In acht wöchentlichen Treffen bekommen sie Informationen über die Suchterkrankung ihrer Eltern, tauschen sich aus, und erfahren, wie sie mit schwierigen Situationen im Alltag umgehen können. Zusätzlich gibt es zwei Treffen für die Eltern zur Information und zum Austausch.

Nächster Start der Gruppe: September 2022. Bei Fragen und Interesse melden Sie sich gern! Die Teilnahme ist kostenlos.

„Trampolin“ wurde in einem vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderten Projekt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und dem Deutschen Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) der KatHo NRW entwickelt und auf seine Wirksamkeit überprüft.

SUCHt-&WENDEPUNKT Kinder und Erwachsenenhand ineinander - Trampolinspringen für Kinder in alkoholbelasteten Familien

„Auszeit“ – Kinderwochenenden

Kinder, die mit alkoholabhängigen Eltern aufwachsen, tragen viele Lasten im Alltag: Sie machen sich Sorgen um die Eltern, tragen die Fürsorge für jüngere Geschwister, haben Schwierigkeiten, Freundschaften zu schließen, da sie nie wissen, ob sie Kinder zu sich nach Hause einladen können, sie erleben Streit der Eltern, und oft auch Gewalt.

Die Kinderfreizeiten verschaffen ihnen eine Auszeit für ein Wochenende. Hier können sie unbeschwert sein, spielen, andere Kinder kennen lernen, die ähnliche Probleme haben, und finden vertrauensvolle Erwachsene, mit denen sie über ihre Nöte sprechen können. Wir übernachten in einem Gruppenhaus, kochen und essen gemeinsam. Jedes Wochenende beinhaltet ein Thema, zum Beispiel Malen, Basteln, Schwimmen, Aktivitäten in der Natur, und vieles mehr.

Die „Auszeiten“ werden durch Spenden finanziert. Für die Familien ist die Teilnahme der Kinder kostenlos.

SUCHt-&WENDEPUNKT Kinder und Erwachsenenhand ineinander - Kinderwochenende für Kinder in alkoholbelasteten Familien

„Neulich, als mein Vater sich mal wieder betrunken hatte, ging er mit unserer schweren Bratpfanne auf Mama los, sie konnte gerade noch ihren Kopf mit den Armen schützen, sonst … Ich habe ihr jetzt gesagt, wenn sie sich nicht scheiden lässt, haue ich allein ab.“

Jonas, 15 Jahre

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